Diese Stellung ist natürlich konstruiert und soll ein wichtiges Manöver zeigen, welches in der Praxis regelmäßig vorkommt. Weiß ist am Zug.
Schwarz hat ein erhebliches Plus an Figuren. Aber genau genommen hat Schwarz einen Bauern zuviel, denn durch den Bauer auf d7 hat Weiß die alleinige Kontrolle über das Feld f7. Beim Berechnen von Taktiken rechnet man immer erst die zwingendsten Züge und das sind Schachgebote! Gibt Weiß Schach mit der Dame auf g8, wird der schwarze König die Dame schlagen. Weitere Schachs sind nicht möglich und Schwarz sollte einfach gewinnen.
Gibt allerdings der weiße Springer auf f7 Schach, so kann der schwarze König nur nach g8 ziehen. Jetzt wäre jeder beliebige Springerzug ein Schach, aber nur eines bringt den sicheren Sieg für Weiß.
Was nehmen wir nun mit?
Wichtige Merkmale:
- Kurzer Rochade des Gegners
- Die alleinige Kontrolle mit Dame und Springer über das Feld f7 bzw. f2
- Dame auf der langen Diagonalen nach g8 bzw, g1
- Gegnerischer König hat kein „Luftloch“, die Rochadebauern stehen noch nebeneinander
- Der Springer kommt mit „Schachgebot auf f7 bzw. f2
Wenn alles zusammen kommt, ist der Weg frei für dieses wunderschöne Manöver mit Damenopfer und ersticktem Matt.
Schaut Euch nun diese Stellung an. Was sollte Schwarz spielen?
Lösung auf der nächsten Seite.

